Eine Fahrradtour von Deutschland nach Nepal
   
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Kampf gegen Moskitos und Speichenbrüche
03.08.2002, Ancona

Nach einer aufgrund der Hitze wenig erholsamen Hotelnacht in einem sehr guten 2 Sterne Hotel (die Verteilung der Sterne haben wir nicht nachvollziehen koennen, da es uns wie ein **** Hotel vorkam), verliessen wir ueber die verkehrsreiche Via Emilia Milano. Spaeter fuhren wir ueber Nebenstrassen mit wenig Verkehr bis nach Cremona, wo wir auf dem Campingplatz uebernachteten. Wir erhofften uns einen netten Abend mit einer Flasche Wein nach der Anstrengung und der Hitze des Tages. Es kam jedoch anders. Waehrend dem Kochen suchten uns Moskitos heim, so dass ein ruhiges Essen nicht mehr moeglich war. Nach dem Essen wurde es allerdings etwas angenehmer und wir konnten unsere wohl verdiente Flasche Wein fast in Ruhe trinken. Als wir uns ins Zelt legten, jagten wir Moskitos und gingen nach Schliessen des Moskitonetzes von einer ruhigen Nacht aus. Aber trotz geschlossenem Moskitonetz hoerte und spuerte man die Moskitos staendig. Am Morgen kamen wir ziemlich fertig und verstochen aus dem Zelt und wollten nur weg von diesem Campingplatz.

Die Weiterfahrt in der flachen Poebene mit relativ grosser Hitze(35 Grad - wohl zur Gewoehnung an hoehere Temperaturen in der Tuerkei) erfolgte ueber Nebenstrassen und teilweise ueber einen der wenigen Radwege. Die meisten Radwege in Italien zeichneten sich durch Schlagloescher und kurze Strecken (z.B. 500 m in einem Ort) aus. An einem Kanal konnten wir einen schoenen Radweg im Schatten folgen. Nach 109 km uebernachteten wir in Carpi in einem einfachen Hotel. Carpi hat eine schoene Innenstadt mit grossem Piazza zu bieten.

Beim Abladen der Raeder stellten wir 2 weitere Speichenbrueche an meinem Hinterrad fest. Somit mussten wir am naechsten Tag einen Radhaendler aufsuchen. Nach erfolgter Reparatur und fortgeschrittener Zeit starteten wir ueber Nebenstrassen die Weiterfahrt. In der Mittagshitze entschlossen wir uns, den Zug bis Rimini zu nehmen, um auch die verkehrsreiche Via Emilia kurz vor der Kueste zu umgehen. Somit konnte auch unser erster Erholungstag mit Strandbesuch(!) erfolgen. Es war auch schoen, einfach zu entspannen.

Wir haben in Italien ein norwegisches Ehepaar in Rimini mit ihren Rennraedern getroffen. Bisher hatten wir nur ein paar andere Reiserradler auf den Radwegen am Rhein und durch die Schweiz gesehen. Die meisten machen aber nur normale Urlaubstouren von ca. 1-2 Wochen. Sehr viele Radler waren auch auf dem Gotthardpass. Schwierige Etappen scheinen die Radler besonders zu reizen. Gerade in Italien sieht man oft einheimische Rennradfahrer, aber fast nie mit Gepaeck.

Von Rimini aus ging es ueber die Kuestenstrasse zwischen den Hotels in Richtung Ancona. Spaeter folgte ein kleiner Anstieg mit tollem Blick ueber das Meer. In Ancona uebernachteten wir in einer einfachen Unterkunft. Am naechsten Morgen begleitete ich Tobias zum Bahnhof, der jetzt die Heimreise antrat. Ich nutzte den Tag fuer Erledigungen (Muenzwaschsalon, wieder einmal ein neuen Fahrradstaender fuer 5 Euro gekauft, der macht einen guten Eindruck usw.) und wartete auf die Faehre in die Tuerkei.

 

     
       

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