Eine Fahrradtour von Deutschland nach Nepal
   
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Zwangspause durch heisse Temperaturen
14.08.2002, Sultanhani

Nach magerem Fruehstueck(wir haben den Angestellten wieder mal aus dem Bett geholt) traten wir die Fahrt ueber die Ausfallstrasse aus Konya an. Die gestrige Etappe steckte uns in den Knochen. An einer Tankstelle bunkerten wir Getraenke, denn es erwartete uns eine einsamere Etappe ueber die Hochebene Anatoliens nach Sultanhani bei Aksaray.

Wir nahmen die Fahrt auf der meist gerade verlaufenden Strasse auf und nutzten jede einsame Tankstelle fuer eine Pause. Ich befuhr die Strecke wie gewohnt mit meiner "chiqen Sonnenkappe", waehrend bei Roland die Etappe schon schleppend anlief. Von Pause zu Pause fuehlte er sich schlechter. Als wir nach 87 km eine Tankstelle erreichten nutzte Roland ein Sofa, um sich auszuruhen. Daraufhin wurde mir ein Bett im Hinterzimmer der Tankstelle angeboten. Ich konnte jedoch dankend ablehnen. Rolands Zustand verbesserte sich jedoch nicht und er stellte hohes Fieber fest. An eine Weiterfahrt per Rad war jetzt nicht mehr zu denken. Wir mussten den Ueberlandbus auf freier Strecke anhalten. Die Leute von der Petrol Ofisi waren uns beim Gepaecktransport zur gegenueberliegenden Strassenseite behilflich. Als der Bus endlich ankam, sprang der Schaffner aus der hinteren Bustuer hinaus und sprach nur von "fast, fast" waehrend der Fahrer mit laufendem Motor auf die Weiterfahrt draengte. Die Raeder und das Gepaeck wurden fix im Kofferraum verstaut und die letzten 20 km bis Sultanhani erholsamer zuruckgelegt. Dafuer zahlten wir die stolze Summe von 10 Mio TL (=7 € fuer 2 Pers.) - ein erhoehter Fahrpreis fuer Touristen und Uebergepaeck.-Egal, war halt erforderlich.

Nach Ankunft kaufte ich in einer Apotheke ohne Sprachprobleme einen Fieberthermometer. Der Apotheker hatte in Deutschland als Kranfuehrer gearbeitet und konnte somit gut deutsch. Das Fieberthermometer zeigte rund 40 Grad bei Roland. Bei einem anschliessendem Arztbesuch stellte sich heraus, Roland hatte einen Hitzeschlag und bekam Antibiotika und ein Ruhetag im Schatten verordnet.

(Gesendet am 15.08.02)

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