Eine Fahrradtour von Deutschland nach Nepal
   
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Freundliche Dorfbewohner
23.08.2002, Sivas

Gleich am fruehen morgen folgten wir der Bundesstrasse fuer 29 km und bogen zu einem kleinen Dorf ab. Die kleine Strasse hatte viele Schlagloecher und das Dorf war relativ arm. Auf dem Dorfplatz angekommen, stroemten auf uns ca. 30 Personen zu, die uns als seltene Besucher auf tuerkisch ansprachen. Ein aelterer deutsch sprechender Mann schickte uns ueber einen Feldweg weiter, obwohl er nicht verstehen konnte, warum wir nicht die gut ausgebaute Autobahn (er meinte die weitere und langweiligere Strecke ueber die Bundesstrasse) nehmen.

Vor der Weiterfahrt sollte der aelter Mann von uns und den anderen Dorfbewohnern ein Foto machen. Er haette allerdings fast seine Nase fotografiert, denn er hielt den Apparat falsch herum. Bei einem neuen Versuch knipste er den Boden. Eine sehr lustige Situation.Wir bedankten uns trotzdem und folgten dem Feldweg bis wir eine Schafherde erreichten und durch drei auf uns zu laufende aggressive Hunde gestoppt wurden. Wir atmeten auf als der Schaefer die Hunde von uns fern hielt und fuhren langsam weiter bis wir wieder eine kleine Teerstrasse erreichten.

Der Teerstrasse folgten wir auf zwei Paesse mit einer Hoehe von 1600 m. In der einsamen und imposanten Gebirgsgegend begegneten uns nur 2 Autos auf 45 km Fahrstrecke. Von einem anderen Hirten wurden wir per Handschlag begruesst. Zum ersten mal in der Tuerkei kochten wir auf dem Benzinkocher Nudeln zur Mittagszeit. Selbstkochen ist schliesslich preiswert und magenfreundlich.

Als wir den letzten Pass erreicht hatten, erwartete uns ein Blick auf Sivas und eine rasante Abfahrt. Nach 82 km erreichten wir die quirlige Stadt (zumindest kam sie uns nach der einsamen Bergetappe so vor) und unser guenstiges Hotel (4 Euro).

Am Abend war ich zum ersten mal seit 3 Wochen Tuerkeiaufenthalt in einem Supermarkt mit riesiger Auswahl aehnlich wie in Deutschland. Dort wurde erstmal ein Fahrradfahrergetraenk - Apfelschorle- gekauft. Insgesamt war es ein sehr gelungener Tag.

(Gesendet am 24.08.02)

     
       

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