Eine Fahrradtour von Deutschland nach Nepal
   
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Ein LKW als Zugpferd
25.08.2002, Imranli

Am Morgen fuehlte ich mich schlapp und etwas flau in der Magengegend. Dieses Gefuehl konnte ich den ganzen Tag nicht loswerden. Die Tagesetappe fuehrte von Sivas in Richtung Erzincan. Zunaechst erwartete uns ein Pass von 1450 m Hoehe.

Im weiteren Verlauf der Strecke wurde mir schwindlig und wir fuhren in ein kleines Dorf, um dort im Schatten der Moschee eine Pause zu machen. Die Kinder des Dorfes kamen, um nach uns Radlern zu schauen. Nachdem sie ueber uns Bescheid wussten, zeigte Roland den Kindern die Bilder der Tour und wollte einige an die Kinder verschenken. Sie verstanden ihn jedoch nicht und gaben die Bilder immer wieder zurück. Als ein Kind verstanden hatte, dass die Bilder fuer sie sind, waren die Bilder schneller aus der Hand gerissen, als man schauen konnte...

Im Anschluss folgten zwei weitere Paesse mit 1700 m Hoehe. Der letzte Pass war doch recht steil und ich schon ziemlich angeschlagen und fertig. Langsam naeherte sich ein LKW und dies war meine Chance. Ich konnte mich mit der linken Hand am Ende der Ladeflaesche festhalten und so den Hauptteil der Bergstrecke ueberbruecken. Der LKW zog mich mit 15 km/h den Berg hinauf. Als ich oben ankam, war mir fast die linke Hand vor Anstrengung (obwohl ich auch getreten hatte) abgefallen. Aber lieber schlecht gezogen als gut getreten!

Nach dem Pass machten wir in einem Teehaus eine Pause. Das Teehaus war sehr einfach und die Auswahl sehr ueberschaubar. Es gab Tee und Ayran (Joghurtgetraenk). Das wars. Der Ayran war selbst gemacht und das wollte ich meinem Magen nicht antun! So bleib nur noch Tee uebrig. Wir kamen mit einem franz. sprechenden Tuerken ins Gespraech. Dort oben in den Bergen war es sehr einsam. Nach meiner Meinung waere in so abgelegenen Gegenden eine gute Moeglichkeit, wild zu zelten. Der franz. sprechende Tuerke warnte uns jedoch davor, ausserhalb eines Dorfes wild zu zelten. Es soll gefaehrlich sein.

Fuer eine Polizeistreife waren wir beiden Radler eine willkommene Abwechselung auf der ruhigen Strasse. Sie hielten uns an und fragten uns nach Herkunft, Ziel und den Preisen der Raeder. Als dies geklaert war, konnte es weiter gehen. Am Abend uebernachteten wir in einem Hotel in Imranli nach 111 km.

(Gesendet am 28.08.02)

     
       

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