Eine Fahrradtour von Deutschland nach Nepal
   
Menue
*Information*
 
HOME
Ausrüstung
Etappen
Fahrrad
Fotos
Gästebuch - (*lesen*)
Links
Reisebericht
Reiseroute
Reparaturen
 
 
*Impressum*
 
Tuerkisch - iranischer Grenzuebergang
11.09.2002, Maku/ Iran

Es sollte ueber die tuerkisch - iranische Grenze bei Bazargan gehen. Von der Grenze trennten uns lediglich 35 km, allerdings hielt uns ein Speichenbruch an Rolands Vorderrad ziemlich auf. Es passte keine Ersatzspeiche, so kam meine "Erste-Hilfe-Speiche" zum Einsatz. Nun konnte es zur Grenze weitergehen. Kurz vor der Grenze fuhren wir an den kilometerlangen Lastwagenschlangen vorbei. Der Grenzuebergang war eine riesige Baustelle und es ging ueber Schotter zwischen unfertigen Abfertigungshallen hindurch. Am ersten Container bekam ich den Ausreisestempel vom tuerkischen Grenzbeamten. Die tuerkischen Beamten halten sowieso jeden, der freiwillig in den Iran faehrt, fuer verrueckt. Als naechstes benoetigten wir den iranischen Einreisestempel sowie ein in farsi (persisch) ausgefuelltes Formular und mussten uns an einer langen Schlange anstellen. Zwischenzeitlich wurden wir laufend von illegalen Geldwechslern angesprochen. Ich fragte sie nach dem Kurs, damit ich eine Gefuehl fuer die Groessenordnung bekam.

Zum Glueck hatten wir ein Rad dabei und mussten uns nicht in einem Kaefig anstellen, der mit Pappe als Sonnenschutz abgedeckt war. Die Paesse wurden eingesammelt und zusammen mit ca. 100 weiteren Paessen bearbeitet. Gluecklicherweise wurden wir an einer riesigen Schlange Iraner mit Kisten und Saecken vorbeigelotst. Die isamlischen Bekleidungsvorschriften (lange Hose) hatten wir sowieso schon ab morgens eingehalten. Eine Radreise bei diesen Temperaturen mit langer Hose ist zwar nicht besonders angnehm, aber was soll man machen. An der Gepaeckkontrolle konnten wir vorbei gehen und hatten die Grenze in 1,5 Stunden passiert. Wir koennen uns nicht ueber die Abfertigung beschweren, da es fuer uns recht schnell ging. Eine EU Grenze ist schon etwas tolles dagegen!

Weiter ging es ins uninteressante Grenzstaedtchen Bazargan, in dem ich bei einem Geldwechsler schwarz tauschte. Ich versuchte mir die Buendel an unbekannten Scheinen genau anzuschauen, da es einige Blueten geben soll. Bisher hatte ich aber keine Probleme.

Wir uebernachteten in Maku nach 62 km fuer gute 2 Euro. Als wir am Nachmittag in Maku ankamen und der Hunger uns ins Zentrum trieb, fanden wir, d.h. Tobias und ich, nur ein "Restaurant", in dem es eine Art Ruehrei mit Tomate in einem Blechnapf mit Brot und Gruenzeug (sowas wie Schnittlauch) gab.

Am Abend gingen wir nochmals in die Stadt. Auffaellig waren die im Gegensatz zur Osttuerkei vielen (verschleierten) Frauen auf der Einkaufsstrasse.

(Gesendet am 19.09.02)

     
       

© 2002-2005