Eine Fahrradtour von Deutschland nach Nepal
   
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Steinewerfer
15.09.2002, Sarab/ Iran

Um 6 Uhr starteten wir in Tabriz und folgten der leicht ansteigenden Strasse aus der Stadt. Nach 20 km hatten wir die Stadtgrenze erreicht. Wir fuhren entlang der verkehrsreichen Strecke bis zu einem Pass und trafen dort 2 iranische Familien, die uns auf ihrem ausgebreiteten Teppichen zum Essen einladen wollten. Nachdem von uns einige Fotos gemacht wurden und wir uns mit Haenden und Fuessen verstaendigt hatten, starteten die Familien in 2 iranischen Kleinwagen der Marke Paykan mit 13 Personen ihre Weiterreise. Der Paykan ist das gelaeufigste Auto im Iran und vergleichbar mit einem Wartburg. Anstelle einer Handbremse ist zwischen den Vordersitzen ein Polster fuer die 6. Person montiert - ist aber nicht sehr bequem, wie ich in einem Taxi herausfand.

Auf der weiteren Strecke machte Rolands Kugellager schlapp, was zu einer Zwangspause bei einem Fahrradhaendler fuehrte. Der Radhaendler warf die Kugeln des Kugellagers in seine unuebersichtliche Werkstatt und merkte erst spaeter, dass er kein Ersatz in der gleichen Groesse hatte. Schoen bloed! Daraufhin musste er erst neue Kugeln besorgen und konnte nach einiger Zeit das Rad in Gang setzen...

Nach einer Mittagspause in einem Restaurant ging es ueber kleinere Doerfer weiter ins 137 km entfernte Sarab. In dem ersten Dorf bewarfen uns Kinder und Jugendliche mit Steinen, was uns sehr wuetend machte. Daraufhin drehten wir um und fuhren zurueck. Um unserem Aerger auszudruecken, zogen wir die Stoecke von unseren Gepaecktraegern, die eigentlich zur Vertreibung der wilden Hunden dienen. Als wir aergerlich gestikulierten, wurden wir nur belaechelt und selbst die Erwachsenen hielten es nicht fuer notwendig die Jungs vom Steinewerfen zurueckzuhalten. Somit fuhren wir davon und deponierten einige kleine Steine zur Sicherheit in unseren Taschen. Im naechsten Dorf trafen wir erneut auf Kinder an der Strasse, die sich nach Steinen bueckten. Doch bevor sie werfen konnten, kam von uns schon wildes Geschrei und ein Stein angeflogen. So waren die Kids sehr verwirrt und wir froh darueber.

In Sarab uebernachteten wir im staatlichen Iran Tourist Hotel und wurden vom Hotelchef abgezogen. Der Chef schrieb uns den Hotelpreis in iranischen Rial auf und behauptete spaeter er haette von Tuman gesprochen. Die Bezeichnung Tuman wird umgangssprachlich benutzt und ein Tuman entspricht 10 Rial. Unser Hotel wurde somit etwas teurer.

So, das waren erst einmal die Berichte. Die weiteren Berichte folgen aus Teheran bzw. sobald ich ein Internetcafe finde. Viele Gruesse aus Bandar e Anzali

Dirk

(Gesendet am 19.09.02)

     
       

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