Eine Fahrradtour von Deutschland nach Nepal
   
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Am Kaspischen Meer entlang
18.9 -22.09.2002, verschiedene Orte am Kaspischen Meer / Iran

Von Astara folgten wir der meist ganz flachen und stark befahrenen Kuestenstrasse bis Chalus. Obwohl es kaum bergauf ging, wurde aus dem Radeln durch die hohe Luftfeuchtigkeit eine extrem schweisstreibende Angelegenheit. Die islamische Kleiderordnung hatte mir hier wirklich gar nicht gepasst. Das Fahren machte mir nicht mehr so richtig Spass und ich musste mich jeden Tag neu motivieren. Ich war jedoch in guter Gesellschaft. Meinen beiden Mitfahrern ging es aehnlich. Die schoene Landschaft mit schattigen Baeumen lud zu Pausen ein, die wir auch oft einlegten. Mit der Zeit gingen wir immer ein paar Meter von der Strasse weg, damit wir nicht staendig von Menschenmassen umringt sind, den wir die Fragen nach woher, wohin und warum beantworten muessen. Die meisten schoenen Plaetze waren mit Muell uebersaeht. Sehr schade!

Einige Pausen machten wir direkt am Meer, so dass wir auch schwimmen gehen konnten. Von Bandar e Anzali nach Lahijan regnete es den ganzen Tag, was allerdings fuer kuehle Temperaturen sorgte. Anfangs fand ich es sehr nett auch bei Regen zu fahren, nach ein paar Stunden wurde es jedoch recht ungemuetlich....

In unserem Hotel in Bandar e Anzali wurden mir ueber Nacht erneut die Kabel vom Tacho abgezogen. Da hatte ich schon gleich schlechte Laune. Was soll das nur? Mittlerweile konnte mir die Kabel ein Fernsehreparaturgeschaeft wieder anloeten. In Ramsar uebernachteten wir in einem Homestay (einer Ferienwohnung). Das war richtig schoen.

Im Moment steht bei uns Fast Food hoch im Kurs. Irgendwann ist Kebap auch nicht mehr so abwechslungsreich. So gibt es jetzt manchmal Hamburger, Salat oder Pizza. Auf dem Weg nach Chalus sah ich einen Rennradfahrer mit kurzer Hose. Da bin ich wirklich ins Nachdenken gekommen. Vielleicht werde ich auch noch mal mit kurzer Hose fahren, wenn es zu heiss wird. In Chalus uebernachteten wir in einem wirklich sehr guten 3 (iranische!)Sterne Hotel fuer 7 Euro pro Person. Das war wirklich klasse...

Sonst haben Roland und ich in Sachen Hotel etwas verschiedene Auffassungen. Roland bevorzugt sehr preisguenstige Unterkuenfte, ich haette gerne etwas mehr Sauberkeit, mal frische Bettwaesche und funktionsfaehige Baeder. Dafuer kann ich gerne auf kleine Mitbewohner jeder Art verzichten...Die billigen Unterkuenfte sind meistens auch nur billig, sonst aber nichts...Naja, wir werden uns schon irgendwie einigen koennen.

In Chalus mussten wir uns noch Bustickets nach Teheran kaufen, was gar nicht so einfach war. Wir brauchten schliesslich einen grossen Bus fuer unsere Raeder und mussten den 3 fachen Personenpreis fuer die Raeder zahlen. Ziemlich unverschaemt, aber trotzdem noch billig fuer deutsche Verhaeltnisse.

Mein Helm erfreut mittlerweile einen iranischen Jungen, der sich sehr ueber das Geschenk gefreut hatte. Bei dieser Hitze kann ich den Helm nicht tragen und ich moechte ihn nicht als Ballast auf dem Gepaecktraeger herumfahren.

(Gesendet am 25.09.02)

     
       

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