Eine Fahrradtour von Deutschland nach Nepal
   
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Durch die Auslaeufer der Wueste
28.09.2002, Neyeh / Iran

Die weitere Strecke ging durch die Auslaeufer der Dasht e Kavir Wueste nach Neyeh. Wir starteten erst gegen 8 Uhr mit einem groesseren Getraenkevorrat. Ich fuhr erstmals im Iran mit einer kurzen Hose, was uebrigens kein Problem war. Bei laengeren Pausen zippte ich die unteren Hosenteile der Zipp-off Hose wieder an. Es wurde ueber 30 Grad warm und auf beiden Seiten der Strasse waren nur vertrocknete Grashalme zu sehen. In der Ferne drohnten die Gipfel des Zagrosgebirges. An der huegeligen Strecke war kein schattenspendender Baum weit und breit zu sehen. Eine Geraenkepause wurde im Schatten einer Bruecke eingelegt.

Kurz vor einem Anstieg war ein kleiner Bach mit ein paar Baeumen, die wir zu einer Pause nutzten. Im Schatten der Baeume waren zwei alte Maenner, die Roland eine Frucht schenkten. Wir hatten die Frucht vorher noch nie gesehen und wussten daher gar nicht wie man sie isst. Die alten Maenner wogen die Fruechte mit einer Waage, deren Gewichte aus Steinen bestanden. Von den Fruechten gestaerkt, ging es einen steilen Anstieg hinauf. Ich hatte wieder einmal recht wenig getrunken, was sich bei dieser schweren und trockenen Etappe besonders bemerkbar machte. Daher dachte ich waehrrend der Anstrengung an kuehle Getraenke in rauhen Mengen. Doch wir hatten nur noch wenig warmes Wasser - kein Genuss.

Am Ende des Anstiegs sahen wir die Oase Natanz in einer Senke mit vielen Baeumen liegen. Dort legten wir eine lange Mittagspause ein. Nach der groessten Mittagshitze fuhren wir in Richtung Esfahan weiter. Als es langsam dunkel wurde, sahen wir uns nach einem versteckten Schlafplatz um. Da das ganze Gelaende gut einsehbar war, steuerten wir den kleinen Ort Neyeh( 20 km hinter Natanz) an und fragten nach einer Uebernachtungsmoeglichkeit im Zelt. Bei der ersten Familie erreichten wir nichts und Rolands Rad machte zu diesem unguenstigen Zeitpunkt mal wieder schlapp - diesmal ein Platten am Hinterrad. Waehrrend der Reparatur und zunehmender Dunkelheit entschloss sich ein netter Dorfbewohner, uns zu helfen. Wir konnten in einer alten Garage uebernachten. Das Geruempel wurde etwas zur Seite geraeumt und die Garage mit einem alten Teppich ausgelegt. So hatte dieser anstrengende Tag noch einen guten Ausgang gefunden und wir waren von der Uebernachtungsmoeglichkeit angetan.

Auf den restlichen Metern zur Garage wurde Rolands Hinterrad erneut platt, jedoch wollte diesmal unbedingt ein Iraner den Platten flicken. Reifen reparieren koennen die Iraner, wie man an jeder Strassenecke sehen kann.

(Gesendet am 01.10.02)

     
       

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