Eine Fahrradtour von Deutschland nach Nepal
   
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Teehaeuser und weltbekannte Sehenswuerdigkeiten in Esfahan
01. - 03.10.2002, Esfahan / Iran

Die Zeit in Esfahan nutzten wir, um uns einige der bekannten Sehenswuerdigkeiten anzuschauen. Esfahan ist eine Reise wert. Bei den alten Gebaeuden und Teehaeusern kamen wir uns vor wie in einem Maerchen aus 1001er Nacht. Ich denke nur an einen Abend in einem Teehaus auf einer Dachterrasse ueber dem Meydun-e-Eman Khomeni, von dem man die untergehende Sonne ueber dem Platz bewundern konnte. Ausserdem besuchten wir mehrmals die Teehaeuser an dem Fluss und kamen dabei natuerlich mit den Einheimischen in Kontakt. Teilweise erfuhren wir bei den Gespraechen interessante Neuigkeiten und wurden im gesamten Teehaus als die Radler aus Deutschland bekannt. So wollten viele mit uns sprechen (selbst wenn sie kein Wort Englisch sprachen) und unsere Telefonnummer fuer Gespraeche in perfekt farsi? bekommen. Von diesen Gespraechen war ich allerdings mit der Zeit angenervt, denn ausser "bicycle Alemania - Iran" und "Mercedes Benz, good truck" war die Unterhaltung recht schnell ausgeschoepft.

Allerdings lernten wir an dem Teehaus an der Bruecke auch einen Iraner kennen, der sich mit uns verabredete, um einen Feuertempel am Rande der Stadt zu besichtigen. Wir fuhren mit ihm gegen Einbruch der Dunkelheit mit dem Bus los und benutzten den Eingang fuer Iraner - ein Loch im Zaun - um die Eintrittsgebuehr zu sparen. Wir kletterten auf den Huegel ueber einige Felsen, was mir durch einen leicht verstauchten Fuss recht schwer fiel. Vom Gipfel hatten wir einen sensationellen Blick ueber die Stadt.

In unserem Hotel waren viele interessante Reisende untergebracht. So trafen wir dort neben dem schon erwaehnten Australier Robert, der mit uns letztendlich doch per Rad weiter fuhr, ein spanisches Radlerpaearchen auf dem Weg von der Mongolei nach Europa und Motorradfahrer aus England, die unterwegs in Richtung Australien waren. Mit den anderen Reisenden,besonders mit den beiden Hollaenderinnen Mareike und Elisabeth (sorry, ich bleibe jetzt bei diesem Namen und der dt. Schreibweise von Marijke) konnten wir uns gut unterhalten und auch mal einige andere Themen ansprechen, als dies mit den Iranern moeglich ist. So interessieren sich z.B. Hollaenderinnen noch nicht fuer ein dt. Visum. :-)

Wir verbrachten wieder viel Zeit im Internet auf der Suche nach Schiffen in Richtung Indien und wurden von den Hollaenderinnen schon als die "Internet-boys" bezeichnet. Zwischendurch versuchten wir mehrmals einige Schifffahrtsgesellschaften und Agenturen vom oertlichen Telefonamt anzurufen. Ich wollte ueber die Auskunft eine Nummer herausfinden und suchte jemand, der dies fuer mich machen konnte. Da kamen zwei sehr hilfsbereite Maedels auf mich zu, die sich zu mir in die Telefonzelle schoben und anstatt die Auskunft ihren Professor der Uni anriefen. Der Prof konnte zwar gut Englisch, wusste aber natuerlich nicht die gesuchte Telefonnummer. Mit zwei iranischen Maedels in einer Telefonzelle zu stehen, die dazu auch noch richtig gestylt waren, war schon sehr ungewohnt und von draussen schauten schon ein paar aeltere Leute mit ernster Miene ....

(Gesendet am 12.10.02)

     
       

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