Eine Fahrradtour von Deutschland nach Nepal
   
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Platte Reifen und iranische Reparaturmethoden
05.10.2002, Abadeh / Iran

Nach einer sehr kalten Nacht (5 Grad) mussten wir uns am Morgen zunaechst mit einem Tee aufwaermen. Danach verliessen wir unsere netten Gastgeber auf dem Bauernhof in der Oase und fuhren 103 km nach Abadeh weiter. Die gesamte Strecke bis Shiraz ist auf unseren Karten als Autobahn eingezeichnet. Welche iranische Karte entspricht jedoch der Wirklichkeit? Die Strecke nach Shiraz ist eine zweispurig ausgebaute Strasse mit Seitenstreifen auf der nur maessig Verkehr ist.

Die Etappe zog sich durch langweiliges und trockenes Steppenland. Nur in Izad Khast ging es in ein kleines schoenes Tal mit Baeumen und imposanten Felswaenden. Kurz vor Abadeh steuerten wir eine Tanke an, um unsere Benzinflasche fuer den Kocher zu fuellen. Ein guter halber Liter kostete nur 6 Cent. Da lacht bei manchen doch gleich das Autofahrerherz! Als wir aus der Tankstellenausfahrt fuhren, zog sich unser Begleiter, der Australier Robert, einen Platten am Hinterrad zu. Wir wollten den Reifen im Schatten der Tankstelle reparieren und konnten auf den Komplettservice der Tankstelle zurueckgreifen. Sofort hatten wir mehrere Maenner der Tankstelle um uns, die an dem defekten Reifen Hand anlegten. Wir lernten die neuesten iranischen Reparaturmethoden kennen. Nach einer gewissen Zeit wollten die Maenner in das Tankstellenhaus gehen, um den Schlauch mit einem brennenden Streichholz zu bearbeiten.

Als der Platten fachmaennisch repariert war und wir die Fahrt fortsetzen wollten, mussten wir einen Spurt wegen einem Hund einlegen, der aggressiv bellend hinter uns herrannte. In der Stadt angekommen, war der Hinterreifen vor einer Reifenreparaturwerkstatt erneut platt. Der Inhaber der Werkstatt war uns sofort unentgeltlich behilflich. In seiner Werkstatt setzte er auf das 2. Loch einen Flicken, den man kaum vom Schlauch unterscheiden konnte. Wir uebernachteten in einem sehr guenstigen und zugleich guten Hotel! In diesem Ort waren sie wohl nicht an Touristen gewoehnt, den man einen Touristenaufschlag abnehmen kann.

(Gesendet am 13.10.02)

     
       

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