Eine Fahrradtour von Deutschland nach Nepal
   
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Fluessueberquerungen und Uebernachtung vor Persepolis
07.10.2002, Persepolis / Iran

Am Morgen bemerkte ich hinter dem kleineren Bach einen Schotterweg, der uns einige Arbeit abnehmen konnte. Durch den kleinen Bach konnte man die Raeder im beladenen Zustand schieben und hatte dann lediglich 100 m ueber ein Feld zu ueberwinden. Die andere Moeglichkeit war, zum Fluss zurueck zu gehen, das Gepaeck und Rad einzeln durch den Fluss zu tragen. Nach dem erneuten Beladen der Raeder musste man den steilen Berg zur Strasse zurueck. Mir war diese Aktion etwas zu viel und der Australier sah dies ebenso. Roland wollte unbedingt den Weg ueber den grossen Fluss nehmen und war nicht diskussionsbereit. Nach unserer Abstimmung fuhren der Australier und ich den Schotterweg und Roland nutzte den Weg ueber den Fluss. Dies empfand ich als seltsame Form der Abstimmung....aber wenn man so lange zusammen unterwegs ist, entstehen schon mal Meinungsverschiedenheiten.

So trafen wir uns im naechsten Ort nach einiger Zeit des Suchens wieder und folgten der Strasse, die oftmals von schroffen Felswaenden umgeben war. Ziemlich fertig kamen wir an einer kleinen Fast food Bude an der Strasse zur Mittagszeit an, die jedoch geschlossen hatte. Wir machten trotzdem eine Ruhepause im Schatten und fuhren anschliessend ins naechste Dorf. Zwischen uns und dem Dorf war jedoch ein Fluss ohne Bruecke, den Roland samt Rad ueber Autoreifen ueberwinden konnte. Da Roland schon fast in den Fluss gefallen waere, entschlossen wir uns einen Umweg ueber eine Bruecke zu nehmen.

Im Dorf angekommen, machten wir bei einer Imbissbude Mittagspause. Innerhalb kuerzester Zeit hatten wir 30 Personen um uns herum, die uns beim Essen zuschauten. Dies war sehr nervig, wenn man noch nicht mal beim Essen seine Ruhe hat. Scheinbar hatten die Dorfbewohner noch nie Touristen aus Deutschland gesehen.

Im Anschluss legten wir die restlichen Kilometer bis Persepolis zurueck und uebernachteten an der Touristeninformation. Persepolis ist eine der grossartigsten Ruinenstaetten der Welt. Am Nachmittag unterhielten wir uns mit dem Mann der Touristeninfo. Er arbeitet von 7. 30 Uhr bis 18 Uhr und verdient ca. 110 Euro im Monat. Daher kann man leicht nachvollziehen, warum fast alle Iraner von Europa schwaermen, obwohl sie noch nie dort waren. Am Abend kamen wir mit den beiden Nachtwaechtern ins Gespraech oder besser gesagt in Kontakt, denn diese konnten kein Wort Englisch. Wir zeigten ihnen unsere Fotos und eine Australienbroschuere. Die Strandbilder mit Frauen im Bikini waren der Hit.

(Gesendet am 13.10.02)

     
       

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