Eine Fahrradtour von Deutschland nach Nepal
   
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Fahrt zum Fort mit der Autorikscha
12.11.2002, Chittorgarh /

Nach den Tagen in Udaipur waren meine "Akkus" wieder geladen und an diesem Tag lief es einfach super gut. Wir erreichten eine Durchschnittsgeschwindigkeit von fast 25 km/h auf der meist ebenen Strecke nach Chittorgarh. Waehrend der Fahrt kam ein Hund auf uns zu gerannt, so dass ich mitten auf die Strasse ausweichen musste und fast hingefallen waere. Bei dieser Aktion stellte ich fest, dass der Reifendruck etwas gering war. Nach Ankunft besichtigten wir das Fort auf dem Berg ueber Chittorgarh. Zu dem Fort fuhren wir mit einer Autorikscha, einem dreiraedrigen Vehicle, das vielen aus Italien bekannt ist. In Indien dient es meist zur Befoerderung von Personen und bietet unvorstellbare Platzreserven. Es koennen bis zu 7 Personen sitzend befoerdert werden und wenn es mal eng wird, koennen noch ein paar Leute zusaetzlich Platz finden. Wir krochen mit einem dieser Zweitakter den steilen Berg bis zum Fort hinauf, wo wir die Aussicht und die alten Gebaeude geniessen konnten.

Deutsche Allradfahrzeuge gesichtet
13.11.2002, Bijainagar /

Am Morgen fuhren wir aus Chittorgarh hinaus und sahen ploetzlich zwei Allradfahrzeuge mit deutschem Nummernschild. Wir kamen mit den Fahrern ins Gespraech und unterhielten uns an der naechsten Tankstelle in aller Ruhe. Das Ziel der Weltreisenden war ebenfalls die Kamelmesse in Pushkar und sie luden uns zum Bier ein. (Bei Hotti gibt es immer Bier im Auto).
Am Strassenrand in Indien gibt es immer wieder kleine Bretterbuden, die Reifen reparieren. An einer Bude wollte ich meine Reifen wieder ordentlich mit Luft auffuellen. Als ich vor der Bude hielt, lag auf einer Pritsche ein schlafender Inder. Nach mehrmaligem lauten Klingeln wachte der Inder auf und wollte auch meine Reifen mit Luft befuellen. Der schlaefrige Knallkopf schaffte es jedoch den Hinterreifen zum Platzen zu bringen. Da hatte ich ueber 6.500 km plattenfrei zurueckgelegt und er brachte den Reifen zum Platzen. Das hatte mich tierisch geaergert. Daraufhin reparierte er 2 Loescher im Schlauch, nur spaeter stellte sich heraus, dass der Mantel aufgerissen war. Das fand ich dann wirklich nervig, denn bisher hatte sich dieser Mantel bestens bewaehrt. Mit Nadel und Faden wurde das Loch im Mantel zugenaeht. Fuer die ganze Aktion wollten die mittlerweile auf ein halbes Dutzend angewachsene Gruppe auch noch (wenig) Geld.
Nach 123 km erreichten wir muede unser Etappenziel Bijainagar, an dem Roland eine gebrochene Speiche zu reparieren hatte und dabei einen Platten verursachte.

In Indien gibt es unzaehlige Feste und Veranstaltungen...und laute Musik mitten in der Nacht
14.11.2002, Ajmer /

Um halb fuenf war fuer uns die Nacht zu Ende. Laute Musik auf der Strasse hatte uns geweckt und sorgte bis zur Abfahrt fuer unsere "Unterhaltung". An Ausschlafen ist hier einfach nicht zu denken, denn irgendetwas stoert immer. Langsam machte mich der Schlafmangel wirklich fertig. Montezumas Rache hatte wieder einmal voll bei mir zugeschlagen und gab mir den Rest. Dies war ein Tag, an dem ich mich schon vor Abfahrt auf die Ankunft freute.
Zur Mittagszeit hatten wir richtig Hunger und in einem Dorf gab es wieder nur eine "Durchfallbude", bei der wir uns einen Snack mit schlechtem Gefuehl bestellten. Unser Etappenziel erreichten wir nach 69 km und uebernachteten in einem schoenen Hotel. Das Hotel mit unserem Zimmer im Hinterhof war wie eine Oase in der Hektik und Lautstaerke der Stadt.

(Gesendet am 23.11.02)

     
       

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