Eine Fahrradtour von Deutschland nach Nepal
   
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Auf nach Nepal!
03.12.-07.12.2002, Uebernachtung in Basti, Gorakhpur, Sunauli,Dummkibas, Chitwan National Park /

Nach dem Aufstehen hatte es uns beide wieder erwischt (Durchfall, Magenschmerzen, Schlappheit) und es gab einen Rundumschlag mit Medikamenten. Das Radfahren wurde eher zur Qual und bei den staendigen Magenproblemen konnte ich das Gefuehl nicht loswerden, mir etwas eingefangen zu haben.

Auf dem Highway wurde 50 Meter vor uns eine heilige Kuh von einem Laster angefahren. Die Kuh ueberquerte die Strasse und der alte TATA-Laster steuerte wie manoevrierunfaehig mit quietschenden Bremsen auf die Kuh zu. Daraufhin flog die Kuh auf den unbefestigten Seitenstreifen und rannte dann ziemlich geschockt davon.

Wir uebernachteten in Basti (76 km) und Gorakphur (68 km). In Gorakhpur standen wir im Stau zwischen Massen an Radfahrern und hatten uns in diesem Gewimmel sogar kurzfristig verloren...

Die Stadt war total ueberfuellt, haesslich und dreckig. Letzteres war auch unser Hotel Präsident, das beste der Stadt. Von Gorakhpur erwartete uns unser letzter Radtag in Indien. Auf einer gut ausgebauten Strasse (man moechte sich schliesslich vor dem Nachbarn gut darstellen) mit wenig Verkehr ging es nach dem Motto "ankommen, nicht vorankommen" in Richtung Nepal. Der Durchfall und co. hatten uns zwar verlassen, doch die Krankheiten der letzten Wochen steckten uns noch ganz schoen in den Knochen. An diesem Tag war die schoene Landschaft und das langersehnte Zielland unserer Reise sehr motivierend.

Im Grenzort Sunauli waeren wir vor lauter Verkehr fast an der Ausreisebehoerde vorbeigefahren. Doch wir wurden sofort zurueckgepfiffen. Auf der nepalesischen Seite der Grenze besorgten wir problemlos unser Visum fuer 30 USD je Person. Wir uebernachteten direkt am Grenzort und abends bestellte ich mir einen "cheese potato burger", der nachts fuer heftige Bauchschmerzen sorgte.

Nepal war viel ruhiger als Indien (kein ununterbrochenes Gehupe), die Menschen sehr freundlich und das Land gefiel mir auf Anhieb sehr gut. Das Zielland Nepal mit der groessten "Fussgaengerzone der Welt", den Pfaden zu abgelegenen Doerfern im Himalaya,erwartete uns mit seiner vollen Schoenheit. Kurz hinter der Grenze war jedoch zunaechst das Flachland (Terai), dass die meisten nicht mit Nepal verbinden. Mir wurde schon ziemlich schnell nach der Grenze klar, das ich nach Nepal wiederkommen moechte.

Waehrend des Tages sahen wir nach den flachen Etappen in ganz Indien zum ersten mal wieder Berge und Wald. Am Tagesende hatten wir noch einen 8 km Anstieg auf eine 800 Meter-Pass und goennten uns anschliessend zum Erreichen von Nepal ein Bier in unserer einfachen Lodge.

Die weitere Strecke entlang der wenig befahrenen Hauptstrasse zum Chitwan National Park fuehrte durch huegelige Landschaft mit Waeldern und Feldern. Zur Mittagszeit hatten wir erstmals einen traumhaften Blick auf den Himalaya mit schneebedeckten Gipfeln. Im Chitwan Nationalpark (in Sauraha) quartierten wir uns in einer ruhigen Junglelodge ein. An diesem Ort kam Urlaubsfeeling auf....

(Gesendet am 01.01.03)

     
       

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